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Ostern 953

Ostfranken-König Otto I., noch nicht ganz Kaiser des heiligen römischen Reichs, besuchte die Osterfeier einer Kirche in Dortmund - der Vorläuferin von St. Reinoldi. Die Geschichte der Sakralbauten an dieser Stelle reicht womöglich sogar noch weiter zurück. Denn dort, wo sich heute die Reinoldikirche befindet, existierte bereits im frühen Mittelalter ein Sakralbau. Unter Umständen schon zur Zeit Karls des Großen (um 800) stand an dieser Stelle eine Kirche, so berichten es zumindest spätere Dortmunder Chronisten. Fest steht: Bei archäologischen Untersuchungen fanden sich 1949 Fundamente einer Saalkirche des 10. Jahrhunderts. Für diese Zeit sind für Dortmund zahlreiche Kaiseraufenthalte verbürgt. Da Stadthistoriker vermuten, dass sich nördlich der heutigen Reinoldikirche eine Pfalzanlage befunden hat, könnte es sich bei dem Vorgängerbau von St. Reinoldi um eine herrschaftliche Pfalzkapelle gehandelt haben.

1231: Stadtbrand und Neuanfang 1231/32 zerstörte ein verheerendes Feuer weite Teile des alten Dortmunds, das inzwischen zur stolzen Stadt angewachsen war. Ihm fielen alle wichtigen Schriftstücke zum Opfer und auch der Vorgängerbau der heutigen Reinoldikirche wurde weitgehend zerstört. Bereits kurze Zeit später (um 1250) entstand eine neue, der Zeit gemäße Kirche. Groß und prächtig dokumentierte sie ihre übergeordnete Rolle als Hauptkirche der Stadt. Als solche repräsentierte sie das städtische Selbstbewusstsein Dortmunds, den Status als einzige Reichs- und Hansestadt Westfalens und damit Wohlstand und Freiheit.

1388: Rheinische Rivalität und neue Bauvorhaben 1388/89 schlossen sich der Erzbischof von Köln mit dem Grafen von der Mark zur "Großen Fehde" gegen Dortmund zusammen. Dortmund konnte der nun folgenden achtzehnmonatigen Belagerung Stand halten. Jedoch lag durch die Belagerung der Handel brach. Jahre später (1421-1452) setzten die Dortmunder durch ein im wahrsten Sinne des Wortes großes Bauvorhaben ein deutliches Zeichen der eigenen Wiedererstarkung: St. Reinoldi erhielt einen auf 112 Meter gewachsenen Kirchturm, der wegen seiner erstaunlichen Höhe die Bezeichnung "Wunder Westfalens" erhielt. Der Chor wurde im Zuge der Baumaßnahmen nicht nur vergrößert, sondern auch irn Stile der Spätgotik "modernisiert" und prächtig ausgestattet.

1454-1661: 200 Jahre das „Wunder von Westfalen“ Für die Funktion als Wahrzeichen der Stadt spielt der Kirchturm eine zentrale Rolle. Von dessen  Aussichtsplattform zeigt sich in einem Rundblick über ganz Dortmund das heutige Umfeld von St. Reinoldi. Zu seiner Zeit als 112 Meter hohes "Wunder Westfalens" (1454-1661) wachte hier der Turm- bzw. Stadtwächter. Die Glocken von St. Reinoldi riefen nicht nur zum Gottesdienst, sondern warnten auch bei Gefahr oder zeigten besondere Anlässe wie z.B. den Beginn des Marktages an. Höhe und Konstruktion waren für die damalige Zeit durchaus gewagt und so kam es wie es kommen musste: Durch ein Erdbeben 1640 wurde der Turm derartig erschüttert, dass er 1661 schließlich einstürzte. Finanzielle Engpässe verzögerten den Wiederaufbau, so dass er erst 1701 fertig gestellt werden konnte. Anstelle der mittelalterlichen Turmspitze erhielt er nun eine barocke Zwiebelhaube. Zudem beließ man es bei einer Höhe von 80 Metern. Im Zuge des Wiederaufbaus entschloss man sich im Hinblick auf die geplanten Bauvorhaben im Innenstadtbereich erneut für einen größeren Turm: Um ihn zwischen den Hochhäusern als gut sichtbaren Teil der Stadtsilhouette zu bewahren, wuchs er auf knapp 105 Meter. Zur Stabilisierung erhielt das Mauerwerk, wie man bei einer Turmbesteigung sehen kann – im Inneren ein Betonfutter.

Historischer Bestand und Veränderungen Weite Teile der heutigen Reinoldikirche entsprechen dem mittelalterlichen Baubestand. Seit dem Mittelalter hat sich St. Reinoldi aber natürlich auch verändert. Beispielsweise nahm man den Turmeinsturz 1661 zum Anlass, den Westabschluss zu verändern und die Kirche zu verkleinern. Insbesondere waren es aber die Bombardements des Zweiten Weltkrieges, die ihre Spuren hinterlassen haben: Zwar konnte dank der rechtzeitigen Auslagerung der größte Teil der Kunst und Einrichtungsgegenstände erhalten bleiben. Gewölbe und Bedachung rnussten nach dem Krieg jedoch komplett erneuert werden. Der Kirchturm war wegen seines schlechten Zustandes zeitweilig sogar vom Abriss bedroht. Unter der fachkundigen Leitung des Architekten Herwarth Schulte wurde St. Reinoldi mit zeitgemäßen Mitteln nach historischem Vorbild wieder aufgebaut.


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