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„Ein Ort der Begegnung“

Im Interview: Jörg Busatta, Vorstandsmitglied der Sparkasse Dortmund, über das Engagement des Finanzinstituts bei der Sanierung der Stadtkirche.

Mehr als 120.000 Euro hat die Sparkasse Dortmund seit Gründung der Initiative „rettet reinoldi“ für die Sanierung der Stadtkirche gespendet. Warum gerade für sie?
Die Spenden, die die Sparkasse in Dortmund zur Verfügung stellt, verdanken die Empfänger in erster Linie den Kundinnen und Kunden unseres Hauses. Sie stammen letztlich aus den Geschäften mit den Bürgerinnen und Bürgern Dortmunds. Diese Mittel sollen auch wieder der Stadt und deren Bewohnern zugutekommen. Dabei haben der Erhalt und die Sanierung der Reinoldikirche zwei Facetten. Einerseits geht es um kulturelle Aspekte. Weit über 700 Jahre alt, stellt sie ein einmaliges Zeugnis der Stadtgeschichte dar, das erhalten werden muss. Sie steht am Kreuzungspunkt zweier historischer Handelswege und ist damit ein Symbol der Zeit, als Dortmund als Hansemitglied und Handelsstandort die erste Blüte erlebte. Selbst in der Not nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte die Reinoldikirche zu den ersten Gebäuden, die zügig wiederaufgebaut wurden. Schon damals hat die ganze Bürgerschaft mitgeholfen. Diese kulturelle Seite wird dadurch ergänzt, dass die Reinoldikirche ein Ort der Begegnung ist, an dem evangelische Christen zusammenkommen, aber auch Katholiken, Atheisten, Moslems, Juden, also Menschen aus der ganzen Stadt – zu Gottesdiensten wie zu Konzerten oder den vielen anderen Veranstaltungen. Die Kirche hat daher über Dortmund hinaus eine Bedeutung, die auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass sie als Stadtkirche vom gesamten Kirchenkreis getragen wird. Deswegen hat die Sparkasse ein großes Interesse, dazu beizutragen, diesen zentralen historischen Ort auch für viele weitere Jahre zu erhalten. Ergänzend möchte ich erwähnen, dass wir auch Kirchengemeinden in den Vororten unterstützen. Unser Engagement in diesem Bereich ist überdies nur ein Teil der insgesamt rund 7 Millionen Euro, die von der Sparkasse Dortmund jährlich an Spenden und Sponsoring wieder zurück in die Stadtgesellschaft fließen.

Sie spielen mit dem Hinweis auf die Vororte auf die StiftungDenkmalswerte Kirchen an, in deren Beirat Sie mitwirken...
Die Stiftung kümmert sich um den Erhalt von insgesamt 34 Kirchen im Kirchenkreis Dortmund. Für die einzelnen Kirchen – und das gilt dann auch für Reinoldi – ist jeweils eine eigene Unterstiftung gebildet worden.

Wie lief die Unterstützung bei Reinoldi? Ging das Geld jeweils für ganz bestimmte Teilprojekte an die Kirche?
Prinzipiell nicht. Alle Spendenanträge, die die Sparkasse erreichen, werden nach einem einheitlichen Verfahren geprüft. Die Verwendung folgt klaren Regeln. Sie muss dem Gemeinwohl dienen – also keiner privaten Initiative – und es soll nach öffentlichen Kriterien messbar sein, was dort passiert. Dann gibt es bestimmte Zweckbindungen für die Zuwendungen: Soziales, Kultur, Umwelt, Sport, Jugend ... Zudem muss der Antragsteller, im Falle der Reinoldikirche war es Michael Küstermann, nachvollziehbar begründen, wofür das Geld benötigt wird. Da die Kirchensanierung in verschiedenen Bauabschnitten erfolgt, sind unsere Beiträge auch in die jeweiligen Abschnitte geflossen. Da war zunächst der Turm, dessen Fassade einzustürzen drohte. Dann kam das Mittelschiff mit ebenfalls restaurierungsbedürftiger Fassade und den Fenstern des Glaskünstlers Hans Gottfried von Stockhausen, der Ende der 60-er Jahre seine Werke schuf, die aus Tausenden einzelner kleiner Elemente bestehen. Mir ist das am Anfang gar nicht so aufgefallen, aber wenn Sie genau hinsehen, können Sie erkennen, dass das alles wirklich Einzelstücke sind. Hohe Handwerkskunst!

Ein derart großes Investment in Steine ist in einer strukturschwachen Stadt nicht immer leicht zu vermitteln...
Der Vorteil der Sparkassen-Mittel liegt darin, dass wir damit Multiplikatoreneffekte erzielen können. Es ist ja erst das Zusammenwirken der verschiedenen Förderer, das derart umfangreiche Sanierungen möglich macht. Das ist wichtig, denn öffentliche Fördertöpfe aus Bundes- und Landesmitteln können nur erschlossen werden, wenn es den Verantwortlichen gelingt, Mittel auch aus der eigenen Region bereitzustellen.

Ist denn Reinoldi auch für Sie persönlich von Bedeutung?
Meine erste Begegnung mit Reinoldi war zu keinem schönen Anlass. Ich kam 2001 nach Dortmund, wenige Monate vor dem 11. September, dem Tag der Anschläge auf New York. Am Abend des Tages, der mit seiner Kriegsgefahr, die in der Luft lag, so viele verunsichert hat, bin ich in die Stadtkirche gegangen. Und ich war nicht der Einzige. Mittlerweile wohne ich in der Dortmunder Innenstadt, bin Mitglied der Gemeinde. Ein besonders beeindruckendes Konzert in Reinoldi war 2011 im Rahmen von Klangvokal: Jordi Savall, orientalische Musik. Und stellvertretend für das Schöne an den Veranstaltungen der Stadtkirche: Es gibt immer wieder Innovatives, das neben das Traditionelle wie die Bachkonzerte tritt - und es damit gut ergänzt.

 

Interview: Armin Hingst


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Betreff: rettet reinoldi

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KONTAKT

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Stadtkirche St. Reinoldi
Pfarrer Michael Küstermann
Ostenhellweg 2
44135 Dortmund
Telefon: 0231-8823009
E-Mail: kuestermann@sanktreinoldi.de
Internet: www.sanktreinoldi.de 

STIFTUNG DENKMALSWERTE KIRCHE

STIFTUNG DENKMALSWERTE KIRCHE

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